Schweden – der missglückte Versuch

Wir haben uns wirklich wochenlang auf unsere Schweden-Tour gefreut und darauf vorbereitet. Und nun … so eine bescheidene Wettervorhersage. Die geht echt gar nicht! 15 bis max. 18 Grad das ist einfach kein Sommer für uns. Wir brauchen keine 35 Grad aber so ca. 25 sollten schon sein. Da wir keine Lust auf nölige Kids haben, die gerne Baden wollen aber nicht können, wurde heute kurzer Hand umdisponiert.

Aber ganz von vorne. Wir haben mal wieder im Vorfeld unseren Schwedenurlaub gut geplant und uns dazu entschieden, einen Truma Gasdruckregler einbauen zu lassen. Der Vorteil ist, dass man während der Fahrt nicht mehr manuell die Gasflasche zudrehen muss.

Außerdem haben wir in der Küche noch weiteren Stauraum für Kleinkram geschaffen indem wir eine Stange an der Seitenwand angebracht haben, wo wir kleine Kunststoffgefäße für Spülmittel, Lappen, Feuerzeug etc. einhängen können. Da kann man jetzt auch mal ein Geschirrtuch zum Trocknen hinhängen.

Für besonders heiße Nächte haben wir uns eine mobile Klimaanlage, die man im Fenster einhängen kann, zugelegt. Wir werden nach dem ersten Einsatz berichten, wie gut sie funktioniert.

Aljo hatte zwei Touren für den Sommer ausgearbeitet: eine Schweden-Tour und eine Österreich-Italien-Tour. Die Entscheidung wo es hingeht, haben wir bis zum Abreisetag offen gelassen. Am Morgen der Abreise hat der Familienrat trotz nicht so berauschender Wettervorhersage sich einstimmig für Schweden entschieden. Sicher auch deshalb, weil wir dort noch nicht waren und uns mit Freunden treffen wollten.

Auf ging es: erstes Ziel Campinpark Zuruf am Plauer See auf der Mecklenburger Seenplatte. Plau am See ist fast immer unser Zwischenziel wenn es Richtung Norden geht. Dort gefällt es uns richtig gut und es gibt einen kulinarischen Tipp: Restaurant Fackelgarten. Dort essen wir immer ein super leckeres Fackelgartenschnitzel, paniert mit zerbröselten Salzstangen, mit Bratkartoffeln, Sesammöhren und dazu ein Gurkensalat. Es gibt natürlich auch noch andere Leckereien frisch aus dem See. Man sitzt total schön draußen direkt am Kanal neben einer alten blauen Hubbrücke. Als Nachtisch gibt es immer noch ein Eis von gegenüber.

Gestern Abend angekommen, schien die Sonne und wir machten uns mit den Rädern auf in den Ort zum Fackelgarten. Der Radweg in den Ort ist auch mit Kids prima zu meistern, keine großen Anstiege und die meiste Zeit am Wasser entlang durchs Grüne (also kein Autoverkehr).

Essen war, wie erwartet wieder total lecker. Doch fing es plötzlich an zu regnen und wir waren im nu durch bis auf die Knochen. Am WoMo angekommen gleich raus aus den Klamotten, alle reingekuschelt ins Bett und „Gute Nacht“.

Der Campingplatz ist wirklich nett, liegt direkt am Wasser, hat neue moderne Sanitäranlagen und einen Bereich, wo Hunde erlaubt sind. Zwei Dinge gibt’s aus unserer Sicht zu bemängeln. Die Stromanschlüsse sind immer nur am Ende eines jeden Ganges. Wenn man also ziemlich weit davon entfernt steht, reicht eine normale Kabeltrommel (25m) nicht aus. Wir haben mit Verlängerung 35m gebraucht. Schade war außerdem, dass Hunde nicht an den Strand dürfen. Rundherum gibt es auch keine andere Alternative wo Hunde am Strand erlaubt sind.

Kosten pro Nacht mit dem Reisemobil:

Erwachsene: 5,20€

Kinder: 2,60€

Hund/Katze: 2,00€

Wohnmobil: 8,50€

Strom: 2,90€

Kurtaxe ab 13 Jahre: 1,00€

Für das Duschen kann man den Transponder, den man auch für die Schranke braucht, aufladen lassen. Man zahlt 15,00€ Pfand für den Transponder und Duschen kostet 0,24€/ Minute.

Ach so: WLAN ist nicht. Mobiler Empfang auch nur minimal mit Edge.

Nach einer sehr verregneten Nacht, haben wir morgens wieder den Wetterbericht gecheckt und was sollen wir sagen: die Vorhersage für die nächsten 12 Tage hatte sich nochmal verschlechtert, sowohl für Seenplatte und Ostsee als auch für Schweden. Nach langem Abwägen haben wir uns mit viel Wehmut dazu entschlossen doch umzudrehen und unsere Italientour anzutreten. Also haben wir alles wieder zusammen gepackt.

Abreisen muss man, wie fast überall bis 11 Uhr. Obwohl wir erst kurz vor 13 Uhr weg sind, haben sie uns von sich aus nur einen Tag abgerechnet. Das war sehr nett!

Unsere Kids, die während der Fahrt auf der Rückbank sitzen, haben geknurrt. Sie fahren gar nicht gerne lange Strecken, weil die Sitzbank unbequem und die Rückenlehne nicht verstellbar ist. Wir machen die erste Etappe immer so ca. 5h und die folgenden danach immer nur max. 2-3h. Nun müssen die beiden sogar 7h (natürlich mit Pausen) sitzen, um schon ein Stück südlicher zu kommen als unser Heimatort liegt.

Wir hatten vor Monaten bereits die Polster der Sitzbänke ausgetauscht und mit hochwertigem Schaum ersetzt, den man auch für gute Matratzen verwendet. Aber das hat nicht wirklich was gebracht. Außerdem haben wir das Sitzpolster mit einer kleinen Holzleiste fixiert. Nun kann es nicht mehr nach vorne wegrutschen.

Unser großer Sohn ist dazu nun auch noch reisekrank und fährt lieber vorne als hinten, sonst wird ihm schlecht. Auf längeren Strecken tauschen wir dann immer mal. Aber ich bekomme auf diesen Sitzpolstern dann irgendwann immer Kreuzschmerzen. Da ist wirklich unbedingt Optimierungsbedarf im Carado T334 – obwohl wir ansonsten super happy mit unserer Famikutsche sind.

Wir sind also jetzt auf dem Weg nach Süden immer in Richtung Sonnenschein. Wir sind frei wie kleine Schmetterlinge – heute da und morgen spontan dort. Wir werden berichten.

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