Wir haben uns getrennt nach 19 Monaten mit dem Carado T334

Wir haben unseren Carado T334 im April 2016 gekauft und haben ihn jetzt nach 19 Monaten verkauft.

Hier mal unsere Bilanz:

So, ganz grundsätzlich sind wir sehr zufrieden gewesen mit unserem Carado und happy mit dem Vagabunden-Leben, was ein WoMo im Urlaub ermöglicht.

Heute hier und morgen da – einfach so wie man Lust drauf hat oder das Wetter einem so gefällt. Plätze reservieren wir nur sehr selten. Meist klappt das problemlos auch sehr kurzfristig.

Ja, aber … !!!

Es gibt am Carado T334 aus unserer Sicht auch einige Kritikpunkte, die wir hier gerne mal aufführen möchten:

  • Welle Trittstufe
  • Lichtschalter
  • Schrauben
  • Matratzen
  • Sitzbänke für die Kids
  • Abdeckung Heizungsauslässe
  • Hubbett
  • Abfluss in der Dusche

Welle Trittstufe

Nach knapp einem Jahr ist bei uns schon die Welle der Außer-Trittstufe gebrochen. Wir haben keine Ahnung warum und wie es passiert ist. Nach mehrtägigem Stehen, bemerkten wir als wir wieder losfahren wollten, dass sich plötzlich die Stufe nicht mehr elektrisch einfahren lässt. In der sehr aktiven Facebook Gruppe „Sunlight & Carado Freunde“ erfuhren wir sehr schnell, dass wir da kein Einzelfall sind und bei mehreren dieses Problem bereits im ersten Jahr aufgetreten ist. Auf Garantie wurde uns aber problemlos eine neue zugeschickt, die wir unkompliziert selbst wechseln konnten. Funktionierte also alles wieder.

Licht & Schalter

Bei uns ist bereits einer der beiden Schalter, der Lämpchen am Heckbett defekt gewesen. Außerdem hatte das Licht im Kleiderschrank einen Wackelkontakt und musste immer manuell angeklickt werden. Es ging also nicht mehr automatisch beim Öffnen des Schrankes an. Mal ganz nebenbei, wäre auch ein Licht im gegenüberliegenden Schrank mit Einlegeböden hilfreich gewesen. Die Fächer sind ja sehr schmal aber tief und man sieht eigentlich gar nichts dort drin. Wir haben deshalb dort selbst LED Lichtleisten mit Bewegungsmelder eingeklebt. Der Schalter der Lampe am Heckbett wurde uns auch auf Garantie getauscht.

Rostende Schrauben

Sowohl Schrauben an einigen Außenfenstern als auch die an der Glasabdeckung an der Spüle rosten schon leicht. Das sollte nach so kurzer Zeit aus unserer Sicht auch noch nicht sein.

Prinzessin auf der Erbse – die Matratzen

Die ausgelieferten Matratzen gingen echt gaaaaar nicht. Uns tat beiden jeden Morgen total der Rücken weh – und so alt sind wir noch gar nicht. Man konnte beim Kauf leider auch nicht alternativ hochwertigere Matratzen auswählen. Wir haben uns daraufhin von einem Fachmann vernünftige Matratzen passgenau anfertigen lassen.

Sitzbank

Die Sitzbank ist zum Wohnen Vorort absolut okay aber für die längeren Fahrten ist sie wirklich absolut untragbar. Unser großer Sohn (13 Jahre) schimpfte jedes Mal, wenn wir länger als eine Stunde unterwegs waren und wollte mit mir den Beifahrerplatz vorne tauschen. Das Sitzpolster ist ja nur aufgelegt, weil sich darunter der Wassertank befindet, an den man von Zeit zu Zeit ran muss. Deshalb rutscht das Polster während der Fahrt immer nach vorne weg. Die Rückenlehne ist sehr steil und kann man leider auch nicht verstellen, weil es die Rückwand der Kochzeile ist. Eine seitliche Armlehne (die man hoch klappen könnte) wäre auch hilfreich, weil man so immer das Gefühl hat seitlich rauszukippen. Das Sitzpolster hatten wir deshalb auf einer Spanplatte mit Klettverschluss fixiert und auf dem Deckel des Wassertanks einen Aluminiumwinkel befestigt, damit das Polster nicht mehr verrutschen konnte.

Abdeckung Heizungsauslässe

Diese Abdeckungen sind uns eigentlich als aller erstes schon bei der ersten Tour aufgefallen. Man musste nur leicht davor kommen und sie rutschten aus der dünnen Schiene. Man musste ewig fummeln, um sie wieder in die Schiene einzupassen und kurz darauf wieder aus Versehen davor zu kommen 🙄. Das nervte einfach nur!

Hubbett

Das Hubbett bereitete uns persönlich die größten Probleme. An allen vier Seiten des Bettes befinden sich Kunststoffhalterungen zur Fixierung der Matratze. Wahrscheinlich waren die Kids nachts irgendwann mal vor eine der Halterungen gekommen und die hat sich somit ein paar Millimeter nach außen gebogen. Deshalb ließ sich jetzt das Hubbett nur noch mit etwas Gefummel und Fingerspitzengefühl nach oben schieben. Wir hatten die Kunststoffhalterungen dann vorsichtig wieder zurück gebogen.

Wir hatten außerdem das Problem, dass unsere Kids Langschläfer sind und wir deshalb am Morgen nichts im WoMo machen konnten, noch nicht einmal das Frühstück vorbereiten, weil die beiden eben noch im Hubbett schlummerten. Aber das ist ja ein „Haus gemachtes Problem“ und hat mit dem T334 nichts zu tun 😊

Abfluss in der Dusche

Um es gleich auf den Punkt zu bringen. Beim Fahren stank es manchmal sehr unangenehm aus den beiden Abflüssen in der Dusche. Da wir die Dusche so gut wie gar nicht nutzten sondern immer die Sanitärbereiche auf dem Campingplatz, trockneten die Siphons anscheinend aus bzw. der Wasserstand war zu gering. Es ist aber auch möglich, dass das durch das Schuckeln beim Fahren passiert ist. Beim Stehen hatten wir das Geruchsproblem nie. Wir habden dann immer etwas Wasser in die Abflüsse gegossen und machten zwei Stöpsel drauf. Dann war das Problem vorerst beseitigt. Durch Recherche im Netz haben wir auch heraus gefunden, dass das Geruchsproblem auch durch langes Stehen des Abwassers in der Wärme verursacht wird. Der Tank sollte deshalb nach längeren Touren immer gründlich gereinigt werden.

So genug gemeckert. Das ist sicher Meckern auf hohem Niveau. Für uns war die Situation mit dem Hubbett und das wir aufgrund unserer Langschläfer-Kids morgens nix so richtig machen konnten, wenn das Hubbett unten war, der Grund, warum wir unser geliebtes WoMo verkauft haben und tatarata … uns ein altes „neues“ zugelegt haben. Aber das ist schon wieder eine neue Story von der wir bald berichten werden.

3 comments on “Wir haben uns getrennt nach 19 Monaten mit dem Carado T334Kommentar schreiben →

  1. die Probleme die ihr genannt habt, haben eigentlich überhaupt nichts mit dem Fahrzeug im allgemeinen zu tun.
    Wenn man so ein Fahrzeug kauft muss man sich schon vorher Gedanken machen, wie man es nutzen will und auch tiefer in die Materie einsteigen- das habt ihr nicht getan.
    Klar, dass wenn man die Abflüsse nicht mit Wasser füllt oder immer wieder mal mit Wasser füllt, die irgendwann den Geruch durchlassen – das ist nun mal so bei der Höhe dieser Geräte.
    Nur gut, dass ihr euch getrennt habt – ihr wäret vor lauter Jammern sowieso nicht glücklich geworden.

    1. Wir haben ja im Artikel geschrieben, dass wir grundsätzlich zufrieden waren und es meckern auf hohem Niveau ist.
      Für unsere Familie hat dieses Modell einfach nicht gut gepasst. Wir haben uns danach ein deutlich älteres Modell gekauft und sind mit dessen Qualität sehr zufrieden. Da rosten keine Schrauben, wir haben keine Hubbetten mehr und weniger Kunststoff in der Ausstattung. Keines der oben beschriebenen Probleme tritt bei unserem jetzigen Fahrzeug auf.
      Für uns persönlich die bessere Wahl. Aber das kann ja zum Glück jeder für sich entscheiden.

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